Notfallseelsorge im Unterallgäu

Notfallseelsorge ist Dienst am Nächsten: Notfallseelsorger/Innen betreuen Menschen, die durch ein schlimmes Ereignis (meist einem plötzlichen Tod eines Angehörigen) oder durch andere Umstände in eine tiefe Krise geraten sind.

Im Unterallgäu gibt es derzeit ca. 30 Notfallseelsorger/Innen, die Menschen in solchen Krisen betreuen. Diese stammen aus der katholischen Kirche, der evangelischen Kirche oder auch dem KIT Memmingen (KIT = Kriseninterventionsteam). In einem 3-Schicht-System engagieren sich hier, neben ein paar Hauptamtlichen, überwiegend ehrenamtliche Notfallseelsorger/Innen. Und es ist gut, dass es sie gibt: allein im Jahr 2017 hat das System bei ca. 230 Einsätzen betreut, obwohl es noch nicht einmal zu allen relevanten Fällen von der Leitstelle alarmiert wurde. Hier klappt die Zusammenarbeit aber immer besser, was den Betroffenen zu Gute kommt.

So betreuen die Notfallseelsorger/Innen bei Überbringungen von Todesnachrichten mit der Polizei, bei Suiziden, bei Unfällen oder anderen Krisenfällen Angehörige von Verunfallten und Verstorbenen, stehen in der ersten Akutsituation bei und helfen, wieder erste Schritte in einem plötzlich veränderten Leben zu gehen.

Vergelt's Gott!