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Jesus zieht in Jerusalem ein
Bildrechte: falco Pixabay

Palmsonntag 2021 - angedacht

Dicht an dicht drängen sich die Menschen. Schwitzende Leiber schieben und schubsen. Es ist ein Empfang wie ein Rockkonzert: Jesu Einzug in Jerusalem. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Mit Palmwedeln bilden sie ein Spalier; mit ihren Mänteln und Decken rollen sie ihm „den roten Teppich“ aus.

Palmsonntag nennen wir den Gedenktag zu diesem Ereignis. Mit ihm beginnt in der christlichen Tradition die Karwoche. „Kara“ kommt von Trauer, Schmerz und Wehklagen.

An diesem Tag deutet noch nichts darauf hin; aber binnen einer Woche werden alle zu diesem Mann auf Distanz gehen - noch „ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“ (Mt 26, 34) und auf ihre Hygiene achten: „Ich wasche meine Hände in Unschuld“ (Psalm 26, 6 und vgl. Mt 27, 24).

Natürlich ist es theologisch kaum zulässig, die Situation Jesu mit der Pandemie und den AHA-Regeln zu vergleichen. Aber ich denke, dass wir in der Vorbereitung auf das diesjährige Osterfest sowohl die Sehnsucht nach ungefilterter Nähe und freudig-unbeschwerter Berührung, als auch die schmerzliche Erfahrung von räumlicher und sozialer Distanz auf ganz neue Weise machen.

Im vergangenen Jahr haben viele Menschen die „gewonnene Zeit“ für allerlei Belanglosigkeiten genutzt: Es wurde aufgeräumt, aussortiert und renoviert. Viele haben sich ein kleines oder großes Fitnessprogramm verordnet.

Die Dritte Welle der Pandemie zeigt auf, dass wir uns der Lösung unserer existentiellen Fragen nicht einen Millimeter genähert haben. Ein Blick in die Bibel erinnert uns daran, dass sich auch in dieser Hinsicht auch historisch nichts geändert hat: Das verblendete Volk fordert die Freilassung des Verbrechers und schlägt den ans Kreuz, der ohne Schuld ist... (Mt 27, 16ff).

Die Kirchen sind nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung. Vielfach haben sie religiöse Gebote, die ursprünglich eine medizinische Hilfestellung sein wollten, zu moralischen Fragen stilisiert. Und an anderer Stelle haben sie Fragestellungen zu Nähe und Distanz ganz aus dem Blick verloren - und damit moralischen Verwerflichkeiten Tür und Tor geöffnet.

Palmsonntag ist ein guter Tag, um in dieser Hinsicht dazu zu lernen: Räumliche Distanz ist in erster Linie eine medizinische Fragestellung und ein Gebot der Vernunft und keine wirkliche Einschränkung von Freiheitsrechten. 

Soziale Distanz hingegen betrifft die Freiheitsrechte in vielen Fällen erheblich. Sowohl im Hinblick auf die Unterschreitung einer angemessenen Distanz, als auch in der Ab- und Ausgrenzung von anderen in abschätziger und diskriminierender Weise.

Palmsonntag und die Karwoche können Anlass sein, sich über diese Fragen Gedanken zu machen. Medizinische und religiöse. 

Mein persönlicher Glaube bleibt davon praktisch unberührt; denn ob wir die Gottesdienste in der Heiligen Woche nun distanziert oder präsentisch feiern - Jesus Christus spricht: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Matthäi am Letzten: Mt 28,20)

Matthias Striebeck

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Besonderes Konzert in Bad Wörishofen

Ostersonntag, 4. April ab 10 Uhr: Mediale Uraufführung des musikalischen Kreuszwegs „Easter – and me?“

Der musikalische Kreuzweg „Easter and me“ von Judith und Tanja Schmid erzählt nicht nur das Passions- und Ostergeschehen, sondern nimmt die Zuhörerinnen und Zuhörer auf ganz persönliche Weise mit hinein in das, was damals geschah, und auch heute eine ganz aktuelle und persönliche Bedeutung für uns haben kann.

Da eine Uraufführung mit Chor und Band aufgrund der Coronasituation leider noch immer nicht möglich ist, wird  es eine mediale Uraufführung mit einem kleinen Gesangsensemble anstelle des Chors und einer kleinen Band geben.

Sie können somit die Uraufführung ab Ostern zu jeder Zeit von Zuhause auf Ihrem Computer oder auf Ihrem Handy anschauen!

Sie finden das Video zur Uraufführung ab dem 4. April unter „Aktuelles“ auf der Homepage der Erlöserkirche: www.erloeserkirche-bw.de. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Ausführende im Solistenquartett sind dabei Cornelia Lanz, Michael Lanz, Barbara König und Emanuele Poli. Als Band hören Sie Tanja Schmid, Max Greifenhagen, und Manfred Guggenmoss . Die Zwischentexte werden von Judith Schmid vorgetragen, die Aufnahmen der Erlöserkirche und die Kameraeinstellungen gestaltet Nina Keerl.

Lassen Sie sich mitnehmen auf eine musikalische Reise durch die Geschichte und besuchen Sie die mediale Uraufführung unseres modernen Kreuzwegs "Easter - and me?".

Sie finden das Video zur Uraufführung ab dem 4. April unter „Aktuelles“ auf der Homepage der Erlöserkirche: www.erloeserkirche-bw.de. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

 

Der neue Gemeindebrief ist da!

     

       Sie finden hier die aktuelle Ausgabe zum Online-Lesen.

       Viel Freude daran.

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Jahreslosung 2021

Christus spricht:  "Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist" Lk 6,36

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